Merkmale im Überblick
| Fäuletyp | Braunfäule — Cellulose wird abgebaut, Lignin bleibt. Holz wird würfelbrüchig. |
| Myzel | Namensgebend rosa bis fleischfarben getönt, später ausbleichend. |
| Trockenstarre | 11 Jahre bei 20 °C im Langzeitversuch — der höchste belegte Wert unter den geprüften Hausfäulepilzen (THEDEN 1972). Zum Vergleich: Echter Hausschwamm 1 Jahr, Wilder Hausschwamm 2, Kellerschwamm und Hausporling 3, Weißer Porenschwamm und Tannenblättling 9. |
| Mauerwerk | Ein Durchwachsen anorganischer Materialien ist für ihn nicht belegt — anders als bei den neun Arten, für die Huckfeldt das nachweist. |
| Warum er hier steht | Er widerlegt den verbreitetsten Trugschluss: „Es ist trocken, also ist der Pilz tot.“ Trockenheit beendet einen Befall nicht zwangsläufig. |
Wie ernst ist Ihr Fund?
Aus der Praxis
Der Rosafarbene Saftporling ist der Grund, warum „wieder trocken“ keine Entwarnung ist. In Langzeitversuchen überdauerte sein Mycel elf Jahre in Trockenstarre und nahm das Wachstum bei Wiederbefeuchtung auf. Der Echte Hausschwamm schafft an dieser Stelle nur ein Jahr — dafür bleiben dessen Sporen bis zu zwanzig Jahre keimfähig. Beide Wege führen zum selben Ergebnis: Wer die Feuchtequelle stehen lässt, bekommt den Pilz wieder.
Häufig verwechselt mit
Häufige Fragen
Stirbt ein Holzpilz ab, wenn das Holz trocknet?
Nicht zwangsläufig. Das Mycel des Rosafarbenen Saftporlings überdauerte im Langzeitversuch elf Jahre bei 20 °C in Trockenstarre (THEDEN 1972). Der Echte Hausschwamm hält zwar nur etwa ein Jahr durch, bildet dafür aber Basidiosporen, die bis zu zwanzig Jahre keimfähig bleiben. Entscheidend ist deshalb, die Feuchtequelle dauerhaft zu beseitigen.
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- Trockenstarre und Sporen im Fachartikel
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- Alle Arten im Überblick
Holzfeuchte-Kennwerte nach HUCKFELDT/SCHMIDT (2015), zitiert in: Institut für Holzqualität und Holzschäden (Dr. Rehbein und Dr. Huckfeldt GbR, Hamburg), Merkblatt „Holzfeuchte und Hausfäulepilze“, Autor Dr. T. Huckfeldt, 2025 — ifholz.de. Werte für Kiefernsplintholz. Stand: August 2026.