Merkmale im Überblick
| Holzarten | Nadelholz — Fichte, Kiefer, Tanne. Bevorzugt frisch verbautes, noch rindennahes Holz mit hohem Feuchtegehalt. |
| Holzfeuchte | Über 20 %. Typisch für frisch eingebautes Holz. Der Befall erlischt bei Austrocknung. |
| Vollinsekt | 8–16 mm, auffällig blau-violett metallisch glänzend. Flacher, breiter Körper. |
| Larve | Weiß, abgeflacht, bis 20 mm. Breite, flache Fraßgänge unter der Rinde. |
| Larvenstadium | 1–2 Jahre. Kurze Entwicklungsdauer. |
| Flugzeit | Mai bis August. Nachtaktiv, wird von Licht angezogen. |
| Ausschlupflöcher | Oval, 4–8 mm. Ähnlich dem Hausbock, jedoch kleiner. |
| Bohrmehl | Feines, helles Nagsel. Gänge oft dicht unter der Oberfläche. |
| Fraßbild | Flache, breite Gänge direkt unter der Holzoberfläche. |
| Wiederbefall | Nein — bei trockenem Holz unter 18 % findet kein Wiederbefall statt. Einmaliger Befall. |
| Weitere Namen | Veränderlicher Scheibenbock, Blauvioletter Scheibenbock. |
Wie ernst ist Ihr Fund?
Aus der Praxis
Der Blaue Scheibenbock ist ein Frischholzschädling. Der Befall stammt meist aus der Bauphase, weil feuchtes Holz verbaut wurde. Sobald das Holz unter 18 % Feuchte getrocknet ist, erlischt der Befall dauerhaft. Eine Bekämpfung erübrigt sich — nötig bleibt die Dokumentation des abgeschlossenen Befalls, damit spätere Betrachter die Löcher richtig einordnen.
Häufig verwechselt mit
Häufige Fragen
Muss ein Blauer Scheibenbock bekämpft werden?
In aller Regel nein. Er befällt frisch verbautes, feuchtes Nadelholz. Sobald das Holz unter 18 % Feuchte abgetrocknet ist, erlischt der Befall dauerhaft, ein Wiederbefall findet nicht statt. Sinnvoll bleibt die Dokumentation, damit die Löcher später richtig eingeordnet werden.
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Fachliche Angaben aus der Praxis des Sachverständigenbüros. Stand: August 2026.