Merkmale im Überblick
| Fäuletyp | Weißfäule — das Holz wird streifig weiß zersetzt. Häufig als Innenfäule ausgebildet, das Bauteil wirkt von außen also länger intakt, als es ist. |
| Holzarten | Hauptsächlich Eichenholz. Weniger oft Tropenhölzer und andere Laubhölzer, Einzelfälle an Fichte sind bekannt. |
| Vorkommen | Vor allem an Brücken, Masten und anderen bewitterten Hölzern — Türen, Fenster, Gartenmöbel, Terrassen, Holzboote. Er benötigt durchnässtes Holz. |
| Fruchtkörper | Fruktifiziert über Jahre hinweg an gut durchfeuchtetem Eichenholz, etwa an Brüstungsbrettern. Poren der Fruchtschicht rund bis länglich, Fruchtfleisch hell bis holzfarben, Konsistenz korkähnlich. Der Rand ist weiß, schmal oder etwas wulstig. |
| Myzel | Wird in der Regel selten gebildet. Wenn es vorkommt, ist es weiß und mit dem des Ausgebreiteten Hausporlings zu verwechseln. |
| Bestimmung | In der Praxis werden diese Pilze selten eindeutig bestimmt. Umso wichtiger ist eine Probe fürs Labor. |
| Ockerfarbener Dauerporenschwamm | Perenniporia meridionalis: oft zweischichtig, seltener mehrschichtig, dem Holz unmittelbar mit der Rückseite aufgewachsen (resupinat). Hauptfarbe braun, frisch zäh-elastisch, trocken korkig-hart. Die Röhren auf der Unterseite sind gelbbraun. |
| Besonderheit | Als besondere Standorte sind Bergwerke beschrieben. |
Wie ernst ist Ihr Fund?
Aus der Praxis
Der Dauerporenschwamm ist der Pilz der bewitterten Konstruktionen. An Brücken, Masten und Terrassen findet er, was er braucht: durchnässtes Eichenholz. Gefährlich macht ihn die Innenfäule — das Bauteil sieht von außen lange ordentlich aus, während der Querschnitt bereits streifig weiß zersetzt ist. Wer eine Holzbrücke beurteilt, prüft deshalb nicht die Oberfläche, sondern den Querschnitt. Dazu kommt eine Bestimmungsfalle: Sein Myzel entsteht selten, und wenn, gleicht es dem des Ausgebreiteten Hausporlings. Die abgebildeten Aufnahmen stammen von einer Holzbrücke, an der die Fruchtkörper über Jahre an den Brüstungsbrettern gewachsen waren.
Häufig verwechselt mit
Häufige Fragen
Woran erkenne ich einen Dauerporenschwamm an einer Holzbrücke?
An den Fruchtkörpern, die über Jahre an gut durchfeuchtetem Eichenholz wachsen — typischerweise an Brüstungsbrettern. Die Porenschicht zeigt runde bis längliche Poren, das Fruchtfleisch ist hell bis holzfarben und korkähnlich, der Rand weiß und etwas wulstig. Entscheidend ist aber der Querschnitt: Der Pilz bildet häufig eine Innenfäule aus, während die Oberfläche intakt wirkt.
Wie unterscheidet er sich vom Ausgebreiteten Hausporling?
Beide verursachen Weißfäule an Eiche, und ihre weißen Myzelien sind zu verwechseln. Der Dauerporenschwamm bildet Myzel allerdings nur selten und tritt vor allem an bewitterten Hölzern auf — Brücken, Masten, Terrassen. Der Hausporling sitzt dagegen im Gebäude, etwa im Fachwerk. In der Praxis werden Dauerporenschwämme selten eindeutig bestimmt, deshalb gehört eine Probe ins Labor.
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Holzfeuchte-Kennwerte nach HUCKFELDT/SCHMIDT (2015), zitiert in: Institut für Holzqualität und Holzschäden (Dr. Rehbein und Dr. Huckfeldt GbR, Hamburg), Merkblatt „Holzfeuchte und Hausfäulepilze“, Autor Dr. T. Huckfeldt, 2025 — ifholz.de. Werte für Kiefernsplintholz. Stand: August 2026.